8. November 2022
Hotel Belvoir Rüschlikon

Die gläsernen Mitarbeitenden – Social Media im Arbeitsalltag, grenzenlos?

Social Media ist längst kein Phänomen der Jugendkultur mehr: Rund 47% der Schweizer Social Media Nutzerinnen und Nutzer ist zwischen 25 und 44 Jahre alt, ca. 30% sind 45 Jahre und älter. Die Präsentation des eigenen Lebens auf Social Media kennt dabei nahezu keine Grenzen mehr: Auf mehr oder in der Regel eher weniger eingeschränkten Profilen wird vom Frühstück («Schaut her, meine tolle Frühstücks-Bowl») über die Geburt der Tochter («2 Minuten nach der Geburt – schönstes Baby ever») bis hin zu sportlichen Exploits («Zweiter Marathon!»), politischen Statements usw. alles veröffentlicht, was gerade wichtig erscheint. Die Nutzerinnen und Nutzer legen dabei freiwillig den Mantel der Privatsphäre ab und verwandeln sich zu gläsernen Menschen – nicht nur ihren «Freunden» und «Followern» gegenüber, sondern eben auch gegenüber ihren (potentiellen neuen) Arbeitgeberinnen und ‑gebern. Wieso sollten bei diesen auch Grenzen gezogen werden, man hat ja nichts zu verbergen? Aus Perspektive der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wiederum bieten die Social Media Profile von potentiellen und aktuellen Mitarbeitenden nahezu unerschöpfliche Informationsquellen – wo müssen rechtliche Grenzen beachtet und sollten ethische Grenzen gesetzt werden? Der Beitrag von Sandra Husi beleuchtet diese Fragestellungen und gibt Ideen mit, wie Grenzen gezogen werden können: Aus Sicht eines verantwortungsvollen Unternehmens, aber auch aus Sicht selbstbestimmter Mitarbeitender. 

Treffen Sie Sandra Husi-Stämpfli am Schulthess Forum Datenschutz im Arbeitsrecht.